Die Folgen eines Einschlags:

Bei beiden Annäherungen (2029 und 2036) ist zuerst das Zerstören von Satelliten, die sich in der geostationären Bahn befinden, zu nennen.

Um die etwaigen Folgen eines wirklichen Einschlages abschätzen zu können, werden wir zuerst einmal ein paar Berechnungen und Vergleiche durchführen müssen:

Zuerst einmal wollen wir einmal das Volumen des Asteroiden bestimmen, damit wir danach auch Aussagen über die Masse und ggf. deren Zerstöungskraft bei einem Einschlag treffen können.

Der Einfachheit halber benutzen wir hier das Volumen einer Kugel. Apophis soll ungefähr 300 bis 400 m groß sein. Sagen wir also, dass der Radius (r) 175 m ( Halbe Durchmesser von 350 m) beträgt. Die Formel lautet:

Volumenformel Kugel

Für diesen Fall also V=4/3 * 3,1416 * 175³ = 4,1888 * 5.359.375 Mio = 22.449.350 m³

Die Masse errechnet sich aus Volumen * Dichte. Die Dichte von Apophis wird hier mit 1,6t/m³ (Durchschnittswert der meistens Gesteinsplaneten) angenommen. Daraus ergibt sich eine

Masse  m = 22.449.350 m³ * 1,6 t/m³ = 35.918.960 t

Wenn wir jetzt die Annäherungsgeschwindigkeit wissen, können wir die kinetische Energie berechnen, die beim Einschlag frei werden würde. Die mittlere Orbitalgeschwindigkeit ist mit 31, 019 km/s angegeben. Wir nehmen mal an, dass bei Aufschlag diese Geschwindigkeit durch die Atmosphäre um etwa 8% (2,48) reduziert wird, als knapp auf  28,54 km/s.
Die Formel Energie kinetisch hierzu lautet: 

Kinetische Energie
     

es ergibt sich also: 1/2 * 35.918.960 t * (28.5400 m/s)²
                            = 0.5 * 35.918.960.000 kg * 814.531.000 m²/s²
                            = 1,46 * 1019 kg m²/s² oder auch kurz gesagt: 1,46 * 1019 Joule

Diese Zahl sagt wahrscheinlich nicht vielen etwas, deshalb werden wir sie jetzt in eine handlichere und verständlichere Größe umwandelt: in KiloTonnen (kT) TNT.

Ein 1 kT  = 4,184 * 1012 Joule, daraus ergibt sich, dass der Einschlag eine Energie von

113.821.138,211 kT TNT = 113.821,14 MegaTonnen TNT freisetzt.

Ida-approach

So, jetzt einige Daten zum Vergleich:

TNT-Äquivalent von Explosivwaffen
Feuerwerk: Das TNT-Äquivalent von frei erhältlichen Feuerwerkskörpern liegt unter einem Gramm.

Improvisierte Bomben: Sprengsätze, die in terroristischen Anschlägen verwendet wurden, hatten zumeist eine Sprengkraft von einigen Kilogramm TNT (etwa die Anschläge der RAF), seltener auch bis über 1000 kg TNT (etwa beim Bombenanschlag von Oklahoma City). Ein in geeigneter Tiefe unterirdisch appliziertes TNT-Äquivalent von einer Kilotonne erzeugt an der Erdoberfläche etwa ein Beben der Stärke 4 auf der Richterskala.[1]

Konventionelle Waffen: Die stärkste konventionelle Explosivwaffe der US-Armee, MOAB, erreicht 11 Tonnen TNT-Äquivalent Sprengkraft bei einem Eigengewicht von etwa 7 Tonnen. Russland nimmt in Anspruch, mit einer etwa gleich großen Aerosolbombe sogar 44 Tonnen Sprengkraft erreicht zu haben und damit die stärkste konventionelle Bombe der Welt zu besitzen. Die Summe aller (konventionellen) Bomben, die im Zweiten Weltkrieg auf Städte abgeworfen wurden, erreicht geschätzte 2 Megatonnen.

Kernwaffen: Die Atombombe, die von den Vereinigten Staaten 1945 über Hiroshima abgeworfen wurde, hatte eine Sprengkraft von etwa 15 Kilotonnen TNT. Die den Hauptteil des taktischen nuklearen Arsenals der USA nach dem Kalten Krieg ausmachenden Sprengköpfe (B61, W76, W88) erreichen je nach Modell und Einstellung ein TNT-Äquivalent von unter 20 bis zu über 300 Kilotonnen. Strategische Gefechtsköpfe für Interkontinentalraketen im weiterhin aktiven US-Arsenal verfügen über ein TNT-Äquivalent von mehreren hundert Kilotonnen bis 1,2 Megatonnen (B83).[2] Die Explosion der 1954 von den USA gezündeten Wasserstoffbombe Castle Bravo, die stärkste jemals in einem US-Kernwaffentest detonierte Bombe, entsprach etwa 15 Megatonnen TNT. Im Jahr 1961 wurde von der UdSSR die größte jemals getestete Wasserstoffbombe mit etwa 50 Megatonnen TNT-Äquivalent gezündet (Zar-Bombe).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/TNT-%C3%84quivalent
 

 

So, jetzt können wir einmal über die Folgen spekulieren......

Falls meine Ausrechnung wirklich so annähernd stimmt und es zu einem Einschlag kommen würde, hätten wir zwei grundsätzliche Szenarien.
Zum eine wäre der wahrscheinlichere Einschlag im Wasser (Meer) zu nennen. Dieser würde sehr hohe Flutwellen (dutzende Meter hoch) verursachen, die kilometerweit ins Land rasen und mehrere hundert Millionen Menschen bedrohen. (Zum Vergleich: die Flutwelle, die den Pazifik Weihnachten 2004 heimgesucht und ca. 230.0000 Menschen das Leben gekostet hat, war ca. 6-7 (!) Meter hoch. Selbst bei einem Einschlag ins Meer und nicht kilometer tiefen Wasser könnte trotzdem viel Staub in die Atmosphäre gelangen und diese verdunkeln.

Ein Einschlag auf dem Land würde sämtliches Leben im Umkreis von mehreren hundert Kilometern sofort ausgelöscht. Unmengen von Staub werden in die Atmosphäre geschleudert und verdunkeln sie. Über Jahre hinaus würde man diese Verdunklung wahrnehmen, ob diese gefährdend für Pflanzen- und Tierarten sein würde, vermag ich nicht zu beurteilen. Zumindest wird es so sein, dass jeder einzelne Mensch dieses in irgendeiner Form spüren würde und sei es nur, dass Nahrungsmittel teurer, weil knapper, werden.

Beide Szenarien machen eins klar: Zivilisationsbedrohend ist dieser Asteroid nicht. Es werden bei Einschlag einige dran glauben müssen - die Menschheit wird jedoch überleben......

Der letzte größere Einschlag hier auf der Erde war das
Tunguska-Ereignis, auch Tunguska-Explosion  oder Tunguska-Asteroid,

Das war eine Explosion, die sich am 30. Juni 1908 in Sibirien  in der Nähe des Flusses Steinige Tunguska (Podkamennaja Tunguska) im Siedlungsgebiet der Ewenken ereignete, dem damaligen Gouvernement  Jenissei und der heutigen Region Krasnojarsk. Der Grund für diese Explosion wurde bisher nicht zweifelsfrei geklärt, wobei als wahrscheinlichste Ursache der Eintritt  eines Asteroiden  oder eines Kometen  in die Erdatmosphäre angenommen wird.
Die meisten Augenzeugen berichten von einer Explosion am 17. Juni (julianisch)./ 30. Juni 1908 (gregorianisch) gegen 7:15 Uhr, einige jedoch auch von mehreren, so wird berichtet, dass das Phänomen eine Zeit lang andauerte. Bei dem Ereignis wurden Bäume bis in etwa 30 Kilometer Entfernung entwurzelt und Fenster und Türen in der 65 Kilometer entfernten Handelssiedlung Wanawara  eingedrückt. Es wird geschätzt, dass auf einem Gebiet von über 2000 km² rund 60 Millionen Bäume umgeknickt wurden.  Noch in über 500 Kilometern Entfernung wurden ein heller Feuerschein, eine starke Erschütterung, eine Druckwelle und ein Donnergeräusch wahrgenommen, unter anderem von Reisenden der Transsibirischen Eisenbahn. Aufgrund der dünnen Besiedlung des Gebietes gab es nur wenige Personenschäden.

Der russische Mineraloge Leonid Kulik sammelte auf einer Expedition von 1921 bis 1922 erste Informationen, gelangte aber nur bis Kansk in 600 Kilometern Entfernung vom Explosionsort. Erst 1927 konnte eine Expedition unter Kulik bis zum verwüsteten Bereich vordringen, 1938 veranlasste er Luftbildaufnahmen der Region. Die Besatzung des Luftschiffes Graf Zeppelin suchte bei dessen Erdumrundung im August 1929 vergeblich nach einem Krater.

Die Koordinate des vermuteten „Epizentrums“, ermittelt aus den Richtungen, in die die Bäume umstürzten, ist 60° 53′ 9″ N, 101° 53′ 40″ O60.885833333333101.89444444444Koordinaten: 60° 53′ 9″ N, 101° 53′ 40″ O[4] (andere Angabe: 60° 53′ 11″ N, 101° 55′ 11″ O60.886388888889101.91972222222), die Höhe des Ereignisses über der Erdoberfläche wird auf 5 bis 14 Kilometer geschätzt. Die seismischen und barometrischen Aufzeichnungen ergaben einen Zeitpunkt um etwa 0:14 Uhr Weltzeit (7:14 Uhr Ortszeit).

                             

Eine Explosion mit einer Sprengkraft von 10 bis 15 Megatonnen TNT wäre nötig, um ein ähnliches Bild zu erzeugen. Dies entspricht etwa der 1150-fachen Sprengkraft der Atombombe „Little Boy“, welche die USA 1945 über Hiroshima  abgeworfen haben. Manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 50 Megatonnen TNT aus. Dies wäre dann nahezu ein Wert, wie ihn die Explosion der stärksten jemals gezündeten Wasserstoffbombe, der „Zar-Bombe“, freisetzte. Nach den Ergebnissen von Computersimulationen an den Sandia National Laboratories in Albuquerque  (New Mexico, USA) durch Mark Boslough und David Crawford im Jahr 2007 könnte die Sprengkraft allerdings lediglich ein Viertel dessen betragen haben, also etwa 2 bis 4 Megatonnen TNT.  Grund dafür ist ein mächtiger heißer Luftstrahl, der nach der Explosion eines Kometen in der Höhe dessen Weg zum Boden fortsetzt und dort eine stärkere Druckwelle und höhere Temperaturen hervorruft.
Die Ursache des Ereignisses ist bis heute ungeklärt.  Als am wahrscheinlichsten gilt der Eintritt eines Steinasteroiden  oder Kometen  von geringer Dichte  und einem Durchmesser von 30 bis 80 Metern, der etwa fünf bis vierzehn Kilometer über dem Boden explodierte und daher keinen Krater verursachte.

Modellrechnungen ergaben jedoch, dass Kometen bereits weiter oben in der Atmosphäre „verpuffen“. Eisenmeteoroide gelangen im Gegensatz zu Steinmeteoroiden beim Durchfliegen der Erdatmosphäre unversehrter und häufiger bis zur Erdoberfläche. Sie können zwar zerfallen, rufen jedoch keine derart explosionsartige Erscheinung hervor.

Bis heute wurden keine mit bloßem Auge sichtbaren Bruchstücke eines eingeschlagenen Himmelskörpers (Impaktors) gefunden. Eine kleinere Vertiefung wurde von Kulik als Krater gedeutet, was sich allerdings nicht bestätigt hat. Die Suche nach mikroskopischen staubförmigen Überbleibseln des Impaktors oder chemischen und isotopischen Anomalien, wie sie bei Eintritt außerirdischen Materials zu erwarten wäre, erbrachte bisher nur geringe Erfolge. Gefunden wurden mikroskopisch kleine Partikel, Diamantstaub, Graphitsplitter und geschmolzene Eisen- und Nickelkörnchen. Nach theoretischen Abschätzungen der möglichen Bahnen des Tunguska-Boliden ist ein Steinasteroid am wahrscheinlichsten, obwohl auch hier ein Komet nicht vollständig ausgeschlossen wird. Die Ergebnisse einer Tunguska-Expedition von 1999 unterstützen die Ansicht vom Meteoriteneinschlag.

Im Juni 2007 veröffentlichte eine italienische Forschergruppe nach einer Expedition unter Leitung des Meeresgeologen L. Gasperini in der Online-Zeitschrift Terra Nova ihre Vermutung, dass es sich beim Tscheko-See 60° 57′ 50″ N, 101° 51′ 36″ O60.963888888889101.86 um den Krater eines Impaktors handle. Der See liegt ca. 8 Kilometer nördlich des Epizentrums und könnte von einem Bruchstück des ursprünglichen Boliden herrühren.

                             
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Nur wenige Stunden nach dem Tunguska-Ereignis wurde in einem ukrainischen Dorf in der Umgebung von Kiew ein Meteoritenfall beobachtet. Zwischen dem aufgefundenen Meteoriten (L6-Chondrit von 1,9 kg, nach seinem Fundort Kagarlyk benannt) und dem Tunguska-Ereignis wurde wegen des ansonsten unwahrscheinlichen zeitlichen Aufeinandertreffens ein Zusammenhang vorgeschlagen. Messungen des Bestrahlungsalters von Kagarlyk ergaben jedoch einen für L6-Chondrite sehr typischen Wert von 16,2 Millionen Jahren. Demnach ist es unwahrscheinlich, dass Kagarlyk sich erst kurz vor der Explosion vom Tunguska-Objekt abgespalten hat, wie Steel angenommen hatte; Kagarlyk scheint eher die gleiche Herkunft zu haben wie die anderen L6-Chondrite.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis


Auch bei uns in Deutschland gab es schon größere Einschläge. Der bekannteste und auf der Welt am besten dokumentuierte und untersuchte ist das Ries-Ereignis. Aus diesem Einschlag entstand das Nördlinger Ries in Süddeutschland. vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Ries-Ereignis

                              
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Wenn man auch nichts unternehmen kann, so sollte man sich überlegen, ob der Abschluss von z.B. Lebensversicherungen oder sonstigen Ansparmethoden mit einer Auszahlung nach 2029 oder gar 2036 wirklich Sinn macht......

 

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Ostersonntag, der 13.April 2036......

 .......ein Datum, das wir uns merken sollten.......